DIE I:CO-STORY

Interview für HANDEL HEUTE
mit Stephan Wiegand, Verwaltungsrat der I:Collect AG

Stefan Wiegand

Herr Wiegand, welches Kleidungsstück haben Sie zuletzt zur Wiederverwertung zurück gebracht? Wie alt war es? Hingen Erinnerungen daran?
Ich gehe davon aus, dass Sie das Kleidungsstück bei I:CO zurück gebracht haben. Wo war das?
I:CO ist ein Sammelsystem für ausgediente Kleider und Schuhe. In kurzen Worten: Woher stammt die Idee und welches war der wichtigste Antrieb dazu?
Weshalb macht es Sinn, alte Schuhe und Kleider zu recyclen und so die Rohstoffe im Wiederverwertungskreislauf zu halten?
Spielen wir I:CO doch mal durch: Mein altes paar Schuhe hätte ich beinahe in den Müll geworfen. Nun aber entschliesse ich mich, es in einen Laden zurück zu bringen, in dem es eine Sammelstelle von I:CO hat. Was tu ich im Laden?
Nun habe ich etwas fürs gute Gewissen getan. Erhalte ich darüber hinaus eine Belohnung, wenn ich I:CO benutze?
Die Schuhe liegen in der Sammelbox. Was geschieht nun damit? Wie funktioniert das Recycling?
Inwiefern ist das Recycling wie von Ihnen beschrieben «fachgerecht» und «umweltschonend»?
Und was braucht es nun noch, damit meine alten Schuhe sozusagen wieder zu einem neuen paar Schuhe werden?
Welches sind für diese Recycling-Prozesse ihre wichtigsten Industriepartner?
Wie steht I:CO zum Thema sozialen Verantwortung und karitative Projekte?
Fürs Sammeln setzen Sie auf den Detailhandel. Seit der Lancierung von I:CO im Februar 2009 sind Sammelstellen bei Vögele Shoes, Bingo, Max Shoes, Reno und anderen entstanden. Welches ist die Motiviation für ein Handelsunternehmes bei I:CO mitzumachen?
Welche Bedingungen müssen Detailhändler erfüllen, damit Sie bei I:CO mitmachen können?
Seit gut anderthalb Jahren sammeln Sie in der Schweiz nun alte Schuhe und Kleider. Wie fällt Ihre Bilanz aus? Von welchen Mengen recycelter Schuhe und Kleider sprechen wir?
I:CO gibt es auch in Deutschland und Österreich. Wie sammelfreudig sind die Schweizerinnen und Schweizer im Vergleich?
Wie viele Sammelstellen führt I:CO derzeit in der Schweiz? Und wie viele sind es in Deutschland und Österreich?
Wie viele Sammelstellen sollen es bis Ende 2010 sein und wie sehen die diesbezüglichen Zielsetzungen für die Zukunft in diesen drei Ländern aus?
Soll I:CO auch in anderen Ländern lanciert werden? Wann? Wo? Mit wie vielen Sammelstellen rechnen Sie?
Da Sie noch Ideen suchen: Bedeutet dies, dass Sie heute noch nicht in der Lage sind, effektiv 100 Prozent aller Textilien und Schuhe, die mit I:CO gesammelt werden, zu recyclen? Weshalb nicht?
Wann wollen Sie soweit sein?
Sie haben jüngst den Forschungspreis «I:CO Award» lanciert, um neue Ideen für das Schuh- und Textilrecycling zu erhalten? Wo liegt das Problem? Weshalb besteht diesbezüglich Bedarf?
Hat der ausgeschriebene Forschungspreis bereits spannende Ideen gebracht? Können Sie 1-2 kurz/grob schildern?
Da sie offensichtlich noch nicht soweit sind 100 % zu recyceln, sollten Sie da mit dem Sammeln nicht noch etwas warten?
Wohin geht die Bekleidung die weitergetragen werden soll?
Betreiben Sie damit nicht eine Art Müllverlagerung in die Länder, die wirtschaftlich nicht so stark sind?
Sehe ich das richtig, finanzieren wirtschaftlich schwächer Länder damit weltweit die Recyclingmethoden von Morgen?
Würden Sie mir das Bitte anhand von einem Beispiel deutlich machen?
Wie wollen Sie sicherstellen, dass das wirklich auf Dauer funktioniert?
Das heißt also, das Sie mit dem eigentlichen Recyclingprozess gar nichts zu tun haben?
Demnach sollte ich als Produzent eines Artikels bereits an die Wiederverwendung von meinen Produkten denken wenn diese ausgedient haben?
Also wenn ich ein T-Shirt Produzent wäre, könnte ich meine T-Shirts, wenn diese ausgedient haben, von Ihnen zurückbekommen und ich könnte neue T-Shirts davon produzieren?
Das ist beeindruckend, aber wie wollen Sie das alles alleine schaffen?
Das ist aber ein langer und aufwendiger Weg, gibt es nicht schnellere Methoden um ans Ziel zu kommen?
Wie lange wird es wohl aus Ihrer Sicht dauern?
Naja, das ist ja eine Ewigkeit. Meinen Sie, dass das Projekt so lange durchhält?


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Tatsache ist: die Meisten von uns haben viel zu viele Sachen. Sachen, die Du kaufst. Sachen, die Du nach Hause bringst. Aber anstatt Deine Sachen einfach wegzuwerfen, wieso gibst Du sie nicht in ihren natürlichen Kreislauf zurück? MEHR

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„Wir brauchen neue innovative Konzepte um Ökologie und Ökonomie zusammenzuführen, neue Kunden zu gewinnen und gleichzeitig etwas für die Umwelt zu tun ..." MEHR

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